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DIGITEL Aerosol Sammler DPA96
Low Volume Sammler (LVS)
für autonome, kontinuierliche Messungen
Der DIGITEL DPA96 ist Teil eines Systems
zur Sammlung von Staub- und Aerosolteilchen zur späteren Bewertung
und Analyse. Der Arbeitsbereich beträgt für die Sammler in Standardausführung
5 – 50 l/min (0,3 – 3 m³/h). Die allgemeine Bezeichnung
für diese Systeme lautet „Low Volume Sammler“.
Für diverse Anwendungsfälle
stehen verschiedenen Varianten von Sammlern zur Verfügung. Die derzeit
verfügbaren Modellvarianten sind bei den technischen
Daten aufgeführt.
Die Schwebstaub- bzw. Aerosolanteile
der angesaugten Luft werden an runden Messfiltern Ø 47mm, DNPH-Röhrchen
oder dergleichen abgeschieden. Anschliessenden gravimetrischen und analytischen
Verfahren bleibt es vorbehalten, die beströmten Filter bzw. Reaktionsmaterialien
– je nach Aufgabenstellung – hinsichtlich der Staubmenge,
auf unterschiedlichste Staubinhaltsstoffe und sonstigen Luftbeimengungen
auszuwerten. Die Wahl des Filtermaterials und der Filterstruktur (Tiefenfilter,
Porenfilter, Glasfaser, Quarzfaser, Zellulose, Teflon, Porigkeit, ..)
ist vom Untersuchungsziel abhängig. Die Konditionierung solcher Messfilter
spielt für das Erzielen exakter, reproduzierbarer Messergebnisse
eine wichtige Rolle.
Der DPA96 verfügt über eine
multifunktionale Schnittstelle zur Ansteuerung eines mechanischen 16-Wege-Ventils
oder eines 8-Kanal Magnetventils. Mittels dieser Mehrweg-Ventile können
verschiedene Filter abhängig von unterschiedlichen externen Vorgaben
(z.B. windabhängig oder zeitgesteuert) beströmt werden.
Es können beliebige Filterhalterungen, Waschflaschen, Probenahmeröhrchen,
etc. angeschlossen werden.
Der gewünschte Luftdurchsatz wird
an einem Schwebekörper-Durchflussmesser vorgewählt. Dieser Wert
ist zu Beginn der Messkampagnie zunächst mit einer Gasuhr oder einem
Sekundärstandard, etwa einem weiteren kalibrierten Schwebekörper-Durchflussmesser,
einzukalibrieren. Während der Luftprobennahme wird die Saugleistung
der Pumpe dynamisch so geregelt, dass dieser Wert mit guter Reproduzierbarkeit
und hoher Langzeitstabilität eingehalten wird. Dies gilt insbesondere
hinsichtlich Änderung des Strömungswiderstandes am sich belegenden
Filter, sowie bei Änderung von Druck und Temperatur der angesaugten
Umgebungsluft.
Eine eingebaute µP-Steuerung
steuert den Filterwechsel zeitgenau und sammelt alle relevanten Daten
und Ereignisse. Die über das Filter geleitete Luftmenge ist daher
mit grosser Genauigkeit definiert.
Für die Probennahme sind unterschiedliche
Vorabscheider für kontinuierlichen
und diskontinuierlichen Betrieb für verschiedene Durchflüsse
und Abscheidegraden lieferbar.
Für den Betrieb in automatisierten Messnetzen sind verschiedene Fernsteuer-Schnittstellen
eingebaut.
In der untenstehenden Abbildung ist das Arbeitsprinzip schematisch dargestellt.

1 Ansaugnippel
2 Vorfilter
3 Vakuumpumpe
dicht
4 Filter
/ Schalldämpfer
5 Kühler
6 Schwebekörper-
durchflussmesser
7 Auslassnippel
8 Infrarotfotozelle
9 Regelelektronik
10 Frequenzumrichter
11 Drehstrommotor
12 Mikroprozessorsteuerung
mit
Tastatur
und
LCD-Anzeige
13 Druck
/
Temperaturmodul
14 Manometer
15 Ventilansteuerung
auf
SUB D Buchse
16 Kaltgerätebuchse
220V
17 Hauptschalter
18 Netzfilter
/
Stromversorgung
19 PCMCIA
Karte 256 kByte
20 RS-232C
Datenerfassung/
Fernsteuerung
21 Winddatenanschluss
22 Druck
/ Temperatur und
Feuchtesensor
(Option)
23 Probennahmekopf
Spezifikationen des programmierbaren Pumpaggregates
DPA96 :
Durchflussregulierung:
Konstanter Luftdurchsatz durch Regelung der Pumpenleistung über Schwebekörper
Durchflussmesser mit photoelektrischer Schwimmerabtastung.
Durchfluss auf Präzisions-Durchflussmesser ablesbar (handgeeicht).
Sollwert über den gesamten Durchflussbereich stufenlos einstellbar.
Anzeige der Pumpenauslastung.
Pumpaggregat:
Drehzahlgeregelte, speziell gedichtete Kohleschieberpumpe mit bürstenlosem,
elektronisch kommutiertem Motor für extrem niedrigem Stromverbrauch
und lange Lebensdauer.
Druck und
Temperaturmessung der Messluft im Durchflussmesssystem:
Für jeden Filter wird ein Korrekturfaktor (berechnet aus der mittleren
Temperatur und dem mittleren Druck der Messluft) ausgegeben. Anhand dieses
Korrekturfaktors und der eingestellten Durchflussrate kann für jeden
Filter das geförderte Normvolumen berechnet werden.
Steuerung:
Mikroprozessor-kontrollierte Steuerung.
Beströmungs-Programme mittels Dialog über Tastatur und LCD-Anzeige
einstellbar.
Batteriegestützter Datenspeicher.
Vorlaufzeit zum Programmstart programmierbar.
RS-232C Druckerschnittstelle.
RS-232C Schnittstelle für Fernabfrage und Fernsteuerung.
Bei Verwendung eines Mehrwegventils ist jeder Kanal einzeln programmierbar.
Handbetrieb möglich.
Überlastanzeige und Überlastbearbeitung.
Speicherkarten Schreib-/Lesegerät für PCMCIA - Karten.
Das Schreib-/Lesegerät ist geeignet, Speicherkarten im PCMCIA/JEIDA4
kompatiblen 68-Pin - Format zu lesen und zu beschreiben. Das Schreib-/Lesegerät
wird intern am Datenbus angeschlossen.
Protokollierung:
In der Protokollierung enthalten sind: alle internen Status- und Störungsmeldungen,
die errechneten Korrekturfaktoren, die Sammelzeit, die Sammelvolumen und
die Mittelwerte von Lufttemperatur und Luftdruck im Messsystem während
der Probenahme. Im weiteren werden die gesammelten und aufbereiteten Daten
der optional angeschlossenen externen Sensoren (z.B.: Temperatur, Feuchte,
Druck, Windrichtung, Windgeschwindigkeit usw.) protokolliert bzw. weiterverarbeitet.
Die Protokollierung kann auf einen Drucker, eine serielle (RS-232C) Schnittstelle
und die auswechselbare Speicherkarte (PCMCIA/JEIDA4 kompatibles 68-Pin
- Format) erfolgen.
Die auf der Speicherkarte gesicherten Daten liegen in einer einfachen
Tabellenform vor und können mit einem beliebigen Tabellenverarbeitungsprogramm
weiterverarbeitet werden.
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