DIGITEL High Volume Sammler Wartung

Wartung des High Volume Sammlers:

Die DIGITEL Staubprobensammler sind äusserst wartungsarm. Abhängig jedoch vom Grad der Luftverschmutzung und den klimatischen Bedingungen am Aufstellort ist eine Inspektion des Sammlers, verbunden mit Reinigungsarbeiten, erforderlich.

Insbesondere sollten folgende Arbeiten durchgeführt werden:

Reinigung:
Die High Volume Sammler müssen regelmässig gereinigt werden. Die Reinigungsintervalle sind stark von den Gegebenheiten des Aufstellungsortes abhängig und müssen vom Betreiber festgelegt werden. Sie können zwischen einem Monat und einem Jahr variieren.
Während der Reinigung muss das Gerät vom Netz getrennt sein!
Zur Reinigung des Gerätes sollte ein trockenes Tuch verwendet werden. Bei starker Verschmutzung kann das Tuch mit handelsüblichem Fensterreiniger getränkt werden. Achten Sie darauf, dass das Gerät vor der neuerlichen Inbetriebnahme abgetrocknet ist.
Die Verwendung von Lösungsmitteln und scheuernden Reinigungsmitteln ist zu vermeiden!
Das Glasrohr des Schwebekörper-Durchflussmessers ist einer Sichtkontrolle zu unterwerfen. Nach Filterdurchbrüchen oder versehentlichem Betrieb des Sammlers ohne eingelegtes Filter können sich auch hier Verschmutzungen einstellen: im Zweifelsfalle ist das Rohr herauszunehmen und zu reinigen.
Das trichterförmige, vor dem Filter liegende, Oberteil der Beströmungskammer wird im allgemeinen wegen seiner schwierigen Zugänglichkeit lediglich im Zusammenhang mit etwaigen Servicearbeiten an der Wechslermechanik gereinigt werden können. Da dieser Abschnitt des Luftprobenweges einen sehr viel grösseren Innendurchmesser aufweist, ist er in der Regel weniger von Ablagerungen betroffen.
Das Innere des Zuleitungsrohres ist auf Wandablagerungen zu überprüfen und im ggf. mit einem Tuch zu reinigen. Als Reinigungsflüssigkeit wird Wasser und/oder Alkohol empfohlen.
TSP-Vorabscheider („Offener Ringspalt“ nach VDI oder „EMPA / UBA“ – Topfsonden) sind auf Staubablagerungen zu prüfen und eventuell zu reinigen. Meist genügt die Reinigung mit einem feuchten Tuch.

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Austausch von Dichtungsringen
Die Übergänge zwischen den oben aufgeführten Einzelabschnitten des Luftprobenweges sind mit Dichtringen (O-Ringen) versehen.
Besonderes Augenmerk ist auf den Dichtring 44 x 3 mm an der Eingangsmuffe des Sammlers und auf die beiden O-Ringe des Glasmessrohres (50,4 x 3,53 mm) zu richten. Diese O-Ringe sind nach 2 – 3 jähriger Betriebszeit zu kontrollieren und ggf. auszutauschen.
Der Dichtungsring 150 x 3 mm am unteren Flansch des Oberteils der Beströmungskammer ist nach 2 – 3 jähriger Betriebszeit zu kontrollieren und ggf. auszutauschen.
Die Dichtungsringe (150 x 3 mm) an der Unterseite der Filterhalter sind mit einer Antifictionsschicht versehen. Sie sind regelmässig beim Einlegen eines neuen Filters zu kontrollieren und mit einem trockenen Tuch abzureiben. Beim Verschleiss dieser Schicht oder bei zunehmender Haftneigung müssen sie erneuert werden.

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Dichtigkeitsprüfung. Überprüfung der Volumenstromkalibrierung
Bei einer festgelegten Durchflussrate ist zu Beginn des Gerätebetriebes die Turbinenleistung zu notieren. Wird unter gleichen Bedingungen (gleiches Filtermaterial) plötzlich eine geringere Turbinenleistung angezeigt, deutet dies auf eine Undichtigkeit im Luftprobenweg (hinter dem Filter) hin.
Eine weitere sehr einfache Möglichkeit, den Sammler auf Dichtheit hin zu prüfen besteht darin, den Sammler an der Eingangsmuffe bei herausgezogenem Zuleitungsrohr zu verschliessen, bzw. den Filterhalter anstelle des Filterpapiers mit einem luftundurchlässigen Karton zu bestücken und die Turbine einzuschalten. Der Schwebekörper des Glasmessrohres darf in beiden Fällen nicht aus seiner Ruheposition am Boden des Messrohres angehoben werden. Die Turbine muss bis zu ihrer maximalen Leistung hochfahren, um dann den Überlaststatus auszulösen.
Die Überprüfung des Volumenstroms stellt zugleich auch eine Dichtigkeitskontrolle dar. Diese Massnahme ist etwa im Abstand von zwei Monaten durchzuführen.
Ein zweiter Schwebekörper-Durchflussmesser der gleichen Bauart wie im Sammler selbst zu Volumenstromregelung benutzt, wird anstelle der Vorabscheider / Ansaugrohr dem Sammler als „Transferstandard“ aufgesteckt. Bei eingelegtem, frischem Rundfilterpapier werden die Schwebekörper-Positionen unter eingeschalteter Turbine verglichen. Bei Abweichungen von dem ursprünglich einkalibrierten Sollwert am Durchflussmesser des Sammlers muss eine Dichtigkeitsprüfung durchgeführt werden.

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Homogene Belegung des bestaubten Rundfilters
Beim Entnehmen der bestaubten Filterpapiere oder im Rahmen der Wägearbeiten sind die Filter einer Sichtkontrolle auf homogene Belegung zu unterwerfen. Tropfenartige Flecken in der Filtermitte deuten in der Regel auf eine nicht funktionierende Sondenheizung oder auch defektem O-Ring der Eingangsmuffe hin. Helle Flächen am Filterpapierrand sind auf fehlerhaftes Abdichten des Oberteils der Beströmungskammer mit der oberen Filterhalterfläche zurückzuführen (Service ist unbedingt erforderlich!).

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Saugaggregat
Das eingesetzte Saugaggregat besitzt eine mittlere MTBF von 36.000 h. Es ist wartungsfrei. Bei Geräten, die sich länger als zwei Jahre im Betrieb befinden, ist jedoch eine gelegentliche akustische Kontrolle des Saugaggregates bei geöffnetem Saugaggregat-Raum zu empfehlen, um einem Blockieren der Turbine eventuell zuvorzukommen.
Es ist insbesondere auf eine unübliche Geräuschentwicklung (Scheuern, Kreischen) der Turbine zu achten.

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Filtervorbereitung
Nur mit sorgfältig vor und nach der Probenahme konditionierten Filtern sind zuverlässige und reproduzierbare Messergebnisse zu erzielen.
Die Filter werden mit dem Datum versehen, konditioniert und vorgewogen. Damit eine Kontrolle während des Betriebes über die richtige Zuordnung der Filter möglich ist, werden die Filter entsprechend dem Datum in die gekennzeichneten Filterhalter eingebracht.
Der Spannring wird mit Hilfe der Zange aus dem Filterhalter gehoben, der Teflonring mit der Pinzette auf eine saubere Unterlage abgelegt. Das neue Filter wird mit Pinzette der Filterschachtel entnommen und in den Filterhalter gelegt. Darauf kommt erneut der Teflonring zu liegen (Pinzette benutzen) und auf diesen wird wiederum der Spannring unter Zuhilfenahme der Zange gesetzt. Damit ist der Filterhalter für den Transport zum Probensammler fertig. Während des Filtertransportes dürfen keine Verunreinigungen auf das Filter gelangen (siehe dazu EN12341 Anhang C).
Das belegte Filter wird dem Filterhalter mit einer Pinzette entnommen und einmal gefaltet in die Pergamenttüte geschoben.
ACHTUNG!
Es wird darauf hingewiesen, dass eine eventuelle Beschriftung der Filterhalter nur an der Stirnseite der Filterhalter mit Hilfe eines Filzstiftes erlaubt ist.
Eine Beschriftung der Filterhalter auf der planen Ober- bzw. Unterseite sowie das Anbringen von Aufklebern (auf der gesamten Filterhalteroberfläche) führt zu Problemen beim Filterwechsel und ist daher zu vermeiden! Achten Sie darauf, dass kein Dichtungsring (am Filterhalter und in der Beströmungskammer) mit den Beschriftungen in Kontakt kommt. Die Lösungsmittel von Filzstiften bzw. Schreibern zerstören die Dichtungsringe, was zum Verkleben der Dichtungsringe führen kann!

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Wartung des Vorabscheiders:
Um Ablöseffekte der abgeschiedenen Grobstaubteilchen zu vermeiden, muss die Prallfläche der Impaktorplatte stets mit einer dünnen Fettschicht belegt sein (Als Fette finden z.B. BAYSILON Paste Hochvakuumfett, mittelviskos (35 g Tube) und Silicon Hochvakuumfett, mittel Merck 100 g, Artikel 7922 LAB Verwendung). Diese ist in periodischen Abständen zu erneuern. Dabei hängt die Sandzeit vom Anteil des Grobstaubes in der gesammelten Aussenluft ab.
Es wird empfohlen, die Impaktorplatte nach 14 Probennahmetagen zu reinigen, wenn der durchschnittliche Gesamtstaubgehalt (TSP) am Aufstellort etwa 70 bis 80 µg/m³ beträgt. Bei niedrigerem TSP kann das Reinigungsintervall grösser sein. Eine Möglichkeit das Reinigungsintervall zu verlängern ergibt sich durch Drehen der auf dem Heizungsträger aufsitzenden beweglichen Impaktorplatte um etwa 15° (ca. 2 cm). Die Beschleunigungsdüsen zeigen dann auf die noch „sauberen“ Flächen zwischen den kreisförmig aufgebauten Grobstaubablagerungen des bisherigen Sammelbetriebes.
Die Impaktorplatte kann auf einfache Weise nach dem Öffnen des Sondenoberteils entnommen werden. Sie ist mit einem sauberen Tuch zu reinigen und ihre Prallfläche neu zu beschichten. Ein etwa 5 cm langer Streifen des Fettes wird mit einer Spachtel gleichmässig auf der Fläche verteilt. Um diese Wartungsarbeiten im Feld zu erleichtern, kann die Impaktorplatte gegen eine im Labor vorbereitete Austauschplatte ersetzt werden.
Die Beschleunigungsdüsen, die Innenwandungen der Sondenhaube, sowie die Wandung unterhalb der Impaktorplatte sind bei der oben genannten TSP-Situation nach 30 Beströmungstagen zu reinigen.
Bei längerem Sammeln unter Nebelbedingung wird geraten, die Impaktorplatte auf Wasseransammlung zu überprüfen.

 

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