DIGITEL High Volume Sammler Anwendungsbeispiel

Windgesteuerte Probennahme

Windgesteuerte Probennahme zur Bestimmung der Staubinhaltsstoffe mit dem Automatischen Staubprobensammler DIGITEL DHA-80

Bei den herkömmlichen Immissionsüberwachungen werden flächendeckend standortbezogen Messdaten ermittelt. Diese Messdaten werden entsprechend der Aufgabenstellung (standortbezogene Momentanwerte, Stunden- Tages und Jahresmittelwerte usw.) ausgewertet. Eine nachträgliche Zuordnung der ermittelten Messwerte zu speziellen Emittenten ist meistens nicht möglich.
Bei speziellen Aufgabenstellungen werden häufig von der Behörde bestimmte Ansprüche an die Immissionsmessungen gestellt, damit diese z.B. bei Beweisverfahren genaue Aussagen über die Herkunft der gemessenen Staubinhaltsstoffe zulassen. Dies wäre nur mit einem sehr dichten, stationären Messnetz zu erreichen.
Durch die windgesteuerte Probennahme mit zwei DIGITEL Staubprobensammlern, die entsprechend den örtlichen Gegebenheiten im Umkreis eines ausgesuchten Emittenten aufgestellt werden, können die meteorologischen Verhältnisse mit berücksichtigt werden. Dadurch sind die Erfordernisse, die eine Überwachungsstelle im Sinne des Akkreditierungsgesetzes zu berücksichtigen hat (Sicherstellung der Repräsentativität der Probe für das Gesamtlos) leichter zu erfüllen. Damit wird eine wesentliche Verbesserung der Aussagekraft und Reproduzierbarkeit der ermittelten Messdaten erreicht.
Weiters ermöglicht dieses Messverfahren auch präzisere Vorhersagen über die Immissionsbelastung an Standorten, an denen keine Messungen vorgenommen werden. Zusätzlich können einzelne Messwerte sehr spezifisch einem speziellen Emittenten zugeordnet werden.

Mit der beschriebenen Messanordnung werden folgende Forderungen erfüllt:

- Aufstellung unabhängig von der Emissionsquelle
- nur Luft aus der gewünschten Richtung wird angesaugt
- Protokollierung der Messzyklen
- schärfere, präzisere und empfindlichere Aussage über die Proben

Zusätzliche wesentliche Vorteile der windgesteuerten Immissionsüberwachung:

- es muss wesentlich weniger Filtermaterial ausgewertet werden
- minimaler Aufwand an Installationen und Geräten
- einfache, zuverlässige Handhabung
- preisgünstig in der Anschaffung und im Erhalt


Wie oben dargestellt werden die Staubprobensammler zusammen mit den Windgeschwindigkeits- und Windrichtungsmessern aufgestellt.
Die Steuerung berücksichtigt die vom Windmesser gelieferten Daten. Es wird nur dann Luft angesaugt, wenn der Wind mit einer gewissen Geschwindigkeit aus der vorgegebenen Richtung kommt.

Gerät M1 wird in der Hauptwindrichtung vor dem Emittenten aufgestellt. Der Norden des Windmessers wird zum Emittenten hin gerichtet. Das Gerät M2 wird in der Hauptwindrichtung hinter dem Emittenten aufgestellt. Der Norden des Windmessers zeigt vom Emittenten weg. Die jeweiligen Distanzen A1 und A2 zum Emittenten bestimmen den Öffnungswinkel W1 und W2.

Der Aufwand für das Aufstellen der windgesteuerten Staubprobensammler ist gering, da die Windmessvorrichtung direkt am DIGITEL HVS angesteckt werden. Der Staubprobensammler liefert die vom Windmesser benötigten Steuer- und Heizspannungsversorgung und ist intern mit einer Blitzschutzvorrichtung ausgerüstet. Dadurch wird nur eine Netzzuleitung benötigt.
Die Mikroprozessorsteuerung des Staubprobensammlers verarbeitet die vom Windmesser gelieferten Daten und steuert entsprechend den eingegebenen Parametern die Saugturbine.
Der gewünschte Öffnungswinkel für die Windrichtung und die Schwelle für die Ansprech - Windgeschwindigkeit können eingestellt werden. Zusätzlich kann die gewünschte Zeitspanne für die Mittelung der gemessenen Windrichtung und Windgeschwindigkeit in 2 Minuten Schritten von 2 Minuten bis 32 Minuten eingestellt werden.
Die Mittelung der Windrichtungs- und Windgeschwindigkeitsdaten erfolgt dabei nach ÖNORM 9490 Teil2.
Auf dem eingebauten Drucker und einer zusätzlichen seriellen Schnittstelle (RS-232C) werden die auftretenden Status- und Störungsmeldungen protokolliert.

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